wort R A U M atelier I Schreiben wirkt

Schreiben wirkt

Regelmäßiges Schreiben wirkt sich bei den meisten Menschen positiv auf das Wohlbefinden und die Gesundheit aus. Auch die Forschung beschäftigt sich immer wieder mit dem persönlichen Schreiben als mentale Technik zur Aufmerksamkeitssteuerung und Emotionsregulation.

Schreiben hilft, Gedanken und Gefühle zu ordnen

Schreiben hilft, sich selbst besser zu verstehen. Gedanken, Wünsche und Gefühle bekommen eine Form. Durch den Akt des Schreibens nehmen wir zudem sichtbar Distanz zu diesen. Schreiben öffnet Räume für Reflexion, Dialog und Perspektivwechsel. Was vorher nur im Inneren war, wird sichtbar und greifbar. Viele Menschen nutzen Journaling oder reflektiertes Schreiben, um Klarheit zu finden.

Schreiben und Wissenschaft

Wissenschaftliche Studien zeigen: Schreiben kann Stress reduzieren, Emotionen regulieren und neue Perspektiven eröffnen. Forschende wie z.B. Pennebaker (2014), Sloan, Marx & Greenberg (2001), Völschow, Janßen & Schreiber (2024) und Heimes (2024) beschreiben Schreiben als wirksames mentales Training für Gehirn und Seele. Die Forschungsergebnisse von Richard J. Davidson, Neurowissenschaftler und Psychologe, wurden später häufig genutzt, um die Wirkung von Journaling und expressivem Schreiben neurobiologisch zu erklären. Diese zeigten, dass bewusste Aufmerksamkeit auf innere Zustände neuronale Aktivität verändert. Dadurch wurden später andere mentale Praktiken neu bewertet, darunter expressives Schreiben, therapeutisches Tagebuchschreiben, reflektierendes Journaling und narrative Traumabearbeitung. Inzwischen geht man davon aus, dass Schreiben ähnlich wirkt wie Meditation. Nämlich als Training der Aufmerksamkeit und  der Emotionsregulation. 

Warum Schreiben gut für
das Gehirn ist

Beim Schreiben werden Gedanken langsamer und klarer. Gefühle bekommen Worte. Dadurch beruhigt sich das Nervensystem. Studien zeigen, dass das Benennen von Emotionen die Amygdala positiv beeinflussen kann – den Bereich im Gehirn, der hauptsächlich an der Verarbeitung emotionaler Prozesse beteiligt ist.

Schreiben aktiviert gleichzeitig den präfrontalen Kortex. Dieser Teil des Gehirns unterstützt Entscheidungen, Problemlösung und Selbstreflexion. Das kann helfen, Abstand zu belastenden Situationen zu gewinnen und bewusster zu handeln.

Viele Menschen erleben dadurch mehr innere Ruhe, Hoffnung und emotionale Stabilität.

Schreiben als Weg zu mehr Klarheit

Beim Schreiben geht es nicht um perfekte Formulierungen. Wichtig sind echte Worte, ehrlich und unzensiert. Wer regelmäßig schreibt, wird zunehmend seine inneren Kritiker, eigene Ansprüche und Erwartungen loslassen können. Manchmal fließen die Sätze leicht, manchmal schwer. Im Weiterschreiben liegt der Schlüssel. Wer weiterschreibt, findet oft neue Gedanken und Lösungen.

Verschiedene Formen des Schreibens

Ein Überblick über die bekanntesten Formen des Schreibens gibt eine grobe Orientierung. 

 

  • Journaling: Regelmäßiges Aufschreiben von Gedanken und Gefühlen. Ziel ist mehr Ordnung im Kopf.
  • Kreatives Schreiben: Geschichten, Gedichte oder Szenen schreiben. Ziel ist kreativer Ausdruck.
  • Persönliches Schreiben: Über das eigene Leben, Erinnerungen oder Erfahrungen schreiben.
  • Reflektiertes Schreiben: Erlebnisse bewusst analysieren und daraus lernen.
  • Expressives Schreiben: Freies Schreiben über starke Emotionen oder belastende Erfahrungen. Ziel ist emotionale Verarbeitung.
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Schreiben stärkt die Verbindung zu sich selbst und anderen

Schreiben kann die Stimmung heben, innere Ruhe fördern und neue Hoffnung schenken. Viele Menschen entdecken dabei vergessene Wünsche, Erinnerungen oder Stärken wieder. Die eigene Stimme kann (wieder-)entdeckt, eigene Werte sichtbar und die eigene Haltung zur Welt deutlich werden.

Die Wahl des eigenen Schreibtempos und die Freiheit, selbst zu entscheiden, was mit den entstandenen Texten geschieht, fördert das Erleben von Selbstermächtigung und Selbstwirksamkeit. Eigene Worte können begleiten und stärken. Manche Texte werden vielleicht ins Bücherregal gestellt, bewusst den Elementen übergeben oder mit anderen Menschen geteilt.

Intuitives Schreiben - was ist das?

Intuitives Schreiben ist ein dialogischer Schreibprozess

Der Text folgt nicht einem vorgefassten Plan. Er entsteht aus der fortlaufenden Wechselwirkung zwischen Wahrnehmung, Körperempfinden, Erinnerung und Sprache. 

 

Die Schreibende folgt dabei nicht dem Ziel, einen perfekten Text zu produzieren, sondern der Bedeutung des Geschriebenen. Intuitives Schreiben versteht den Stift nicht als Werkzeug zur Formulierung fertiger Gedanken, sondern als Medium.

 

Der Schreibprozess lässt neue Einsichten, Zusammenhänge und innere Perspektiven überhaupt erst entstehen und erkennen.

 

In meiner Begleitung und in den Workshops verbinde ich die verschiedenen Formen des Schreibens in meinen Schreibimpulsen. Diese laden dich zum intuitiven Schreiben ein. Reflexion und Verdichtung erleichtern die Integration in den Alltag.

Kommende Termine - Gemeinsam allein schreiben

19.10.2026

18:00 - 21:00

Raus aus dem Kopf

Klarheit durch Schreiben

Ort: vhs Landau/Pfalz

21.09.26

20:00 - 21:00

Schnupperschreiben -

Intuitives Schreiben kennenlernen

Ort: online

24.10.2026

10:00 - 16:45

Wer bin ich (noch)?

Schreiben in Übergangsphasen

Ort: vhs Landau/Pfalz

07.11.2026

10:00 - 12:00

Wenn die Blätter fallen -

Von der Kunst leichter zu werden

Ort: online

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Karen Gimmler

 

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